SAISON 2026/27

Der Herbst steht vor der Tür und das EX. fiebert der kommenden Saison entgegen. Bald öffnen wir die frisch renovierte Pforte und auch der Kassaraum und das obere Foyer erstrahlen in neuem Glanz …

Nicht minder spannend präsentiert sich auch unser Theaterprogramm
Neben der Eigenproduktion TOTENTANZ von August Strindberg unter der Regie von Georg Zlabinger und der Wiederaufnahme des Margarete Beutler Abends LEB’ WOHL, BOHÈME wird es erstmal auch kleinere Formen zwischendurch geben.
Um Halloween wird es gruselig - diese mysthische Zeit im Jahr wollen wir literarisch begleiten und uns gemeinsam an unserer Gänsehaut erfreuen … ein wahres EXperiment des Grauens also.
Wem die Geisterstunde allerdings zu aufregend erscheint, ist dann in der Weihnachtszeit bestens bei uns aufgehoben … literarisch, besinnlich und mit viel Liebe zum Detail laden wir im Dezember zum Winter im EX.

Wir freuen uns schon sehr auf die anstehenden Projekte, den künstlerischen Austausch und viele herzerwärmende Begegnungen im schönsten Kohlenkeller Wiens.

Andrea, Andreas, Stefanie & Paul


TOTENTANZ von August Strindberg

30. September bis 3. Oktober 2026
6., 9. & 10. Oktober 2024
17. November bis 21. November 2026
23. & 24. November 2026
Beginn 20:00


leb’ wohl, bohème - Die Welt der Margarete Beutler
Wiederaufnahme

5., 6. & 7. November 2026
12. & 13. November 2026
Beginn 20:00

© Karin Vogt

© Karin Vogt


Experiment des Grauens

29., 30. & 31. November 2026
Beginn 20:00

Als eines der ersten und konzentriertesten Kammerspiele überhaupt dreht sich der Totentanz von August Strindberg um die durch „Liebeshass“ geprägte Ehebeziehung von Alice und Edgar. Die Beschreibung der alltäglichen Verhältnisse und Machtkämpfe offenbart den gleichsam zum Höllenhaften verzerrten Angsttraum einer toxischen Partnerschaft, einen auf Leben und Tod geführten Psychokrieg. Der titelgebende Tanz, oszillierend zwischen Überlebenschance und (Selbst)Zerstörungsakt, steht dabei als ambivalentes Sinnbild für die ausweglose Bindungsdynamik zwischen den Figuren. Strindbergs makaber-groteske Sektion menschlicher Fiktionen, Irrationalitäten und Widersprüche, wie sie innerhalb jedes familiären oder sozialen Beziehungsgefüges zu Tage treten können, gilt heute als zukunftsweisendes Vorbild für das absurde und existentialistische Theater.

mit Stefanie Elias und Paul Wiborny
Regie: Georg Zlabinger
Choreographie: Joe Monaghan
Bühne: Martin Zlabinger
Kostüm: Alma Jerlagic

Das umfangreiche Werk der Schriftstellerin Margarete Beutler (1876 bis 1949) war lange Zeit ein verschollener und ungehobener Schatz. Fünfunddreißig Jahre nach ihrem Tod findet ihr Enkel Martin Freksa – kurz vor dem Verkauf seines Elternhauses – zwei große, verstaubte Kartons am Dachboden. Schnell wird klar, dass es sich um den Nachlass seiner Großmutter handelt, der so nur knapp vor der Mülldeponie bewahrt werden konnte und von dem Enkel nun nach und nach neu herausgegeben wird.

Zusätzlich zu ihren publizierten Gedichtbänden, Texten und Übersetzungen tauchen so über 200 Gedichte, mehr als 50 Erzählungen, sieben Theaterstücke, ein Opernlibretto und ein umfangreiches Romanfragment auf – Texte, die von ihrem abwechslungsreichen Künstlerinnenleben, ihrer „wenig gehüteten, wenig geliebten“ Kindheit, der aufregenden Bohème-Zeit zwischen Künstlercafés und Kabarettbühnen in Berlin und München und ihrem selbstbestimmten Leben am Land erzählen.

Sie ist eine schonungslose Beobachterin der existenziellen Armut und der (Frauen-)schicksale in der Großstadt, eine Verfechterin der „freien Mutterschaft“ und der gleichberechtigten Partnerschaft und mitreißend kompromisslos in ihrem Freiheitsdrang, ihrer naturverbundenen Sinnlichkeit und ihrem Wunsch nach alternativen Lebensmodellen.

Stefanie Elias verwebt Margarete Beutlers Gedichte und autobiografische Texte zu einem Monodram, welches das abwechslungsreiche und aufregende Leben der Autorin nachzeichnet und durch Oliver Stegers Kompositionen atmosphärisch verdichtet wird.

Mit Alice Schneider
Konzept und Regie: Stefanie Elias
Musik: Oliver Steger
Lichtdesign: Andreas Paul Seidl

Wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger, wird es auch im Theater Experiment unheimlich: Beim EXperiment des Grauens erwartet euch ein schaurig-schöner Abend rund um Halloween – mit düsteren Geschichten, literarischem Grusel und einer guten Portion schwarzem Humor.

Ein Abend für alle, die sich gerne gepflegt fürchten.

mit Erwin Bail, Stefanie Elias, Andrea Nitsche & Stephan Weinberger


Winter im Ex.

15., 16., 17. & 18. Dezember 2026
Beginn 20:00

Winterlich, literarisch und ein wenig eigenwillig: Wer hinter Winter im EX. eine herkömmliche, gemütliche Weihnachtslesung erwartet, täuscht sich. Wir präsentieren winterliche Miniaturen - abseits von Glöckchen, Kitsch und Christkind: zwischen (Figuren-)Theater, Literatur und szenischer Lesung.

Ein kleiner winterlicher Theaterabend, der die Zeit zwischen den Jahren auch einmal von seinen überraschenden, komischen und vielleicht etwas dunkleren Seiten betrachtet.

mit Erwin Bail, Andrea Nitsche, Stephan Weinberger & Paul Wiborny


1956 - 2026
70 Jahre Experiment

Wir begehen unser Jubiläumsjahr mit jeder Menge Projekten, Erneuerungen und Überraschungen …

Ab sofort gibt es deshalb unsere Festschrift … erhältlich im Theater oder bestellbar per Mail.

Experiment am Liechtenwerd

Experiment am Liechtenwerd